Zukünftiger Bedarf

Deponien sind die letzte abfallwirtschaftliche Option, wenn Abfälle nicht verwertet werden können

In Deutschland fallen jedes Jahr mehr als 200 Millionen Tonnen an mineralischen Abfällen an. Ein großer Teil wird zwar dank moderner Sortier- und Regelungstechnik verwertet; immer verbleibt ein Rest als Abfall zur Entsorgung auf Deponien. Die Abfälle werden nach ihren Eigenschaften unterschiedlichen Deponieklassen zugeordnet (Informationen zur Einteilung der Abfälle in unterschiedlichen Deponie finden Sie hier).

Mit dem Weiterbetrieb des Deponiestandorts Vereinigte Ville wird die langfristige Entsorgungssicherheit gewährleistet

Die vorhandenen Kapazitäten am Deponiestandort Vereinigte Ville gehen jedoch langsam dem Ende entgegen. Für Abfälle der Deponieklassen II und III reichen die Kapazitäten noch rund zehn Jahre. 90 Prozent des genehmigten Volumens sind bereits ausgeschöpft. Für DK I gilt: Für Braunkohlenaschen besteht zwar noch Deponiekapazität über diesen Zeitraum hinaus, nicht jedoch für die zusätzlich benötigte, langfristige Ablagerung von mineralischen Abfällen. Ein Weiterbetrieb ermöglicht für alle Deponieklassen langfristig eine standortnahe Entsorgung.

In Nordrhein-Westfalen sind die Kapazitäten bald ausgeschöpft

Der Weiterbetrieb der Deponie Vereinigte Ville hat für die Region, aber auch für NRW eine wichtige Bedeutung. Die öffentlich zugänglichen DK I-Deponien in NRW haben nach einer Erhebung des Landesumweltministeriums (Stand 2018) noch ein Restvolumen von 24,2 Millionen m3. Bei gleichbleibenden Anliefermengen reicht die momentan vorhandene Restkapazität voraussichtlich noch bis zum Jahr 2024. Die vorhandenen Kapazitäten für DK II und DK III-Abfälle in Nordrhein-Westfalen werden in etwa 15 Jahren ausgeschöpft sein. Um auch in Zukunft Abfälle entsorgen zu können, braucht es weitere Deponiekapazitäten.

Ausgeschöpfte Kapazitäten des Deponiestandortes Vereinigte Ville in den jeweiligen Deponieklassen – Stand 2018
Ausgeschöpfte Kapazitäten des Deponiestandortes Vereinigte Ville in den jeweiligen Deponieklassen – Stand 2018